Was ist Spotify?


Spotify ist, grob gesagt, eine Musiksuchmaschine, deren Betreiberfirma in England sitzt. Aber Spotify hat sich nicht nur auf die Fahne geschrieben, Musik findbar zu machen. Hinter Spotify steckt noch viel mehr.

Spotify – das Konzept

Spotify ist die moderne Art, seine Musik zu verwalten. Dazu gibt es die Möglichkeit, einen sogenannten Spotify Client lokal herunterzuladen. Los geht es aber mit dem Anlegen eines Accounts. Dazu hat man drei Möglichkeiten. Der kostenlose Account bietet Zugriff auf Millionen von Liedern, die man auf einen Klick hin nutzen kann. Dieser sogenannte Open Account finanziert sich allerdings über Werbung.

Möchte man keine Werbung auf seinem Spotify, sollte man sich entweder für den Unlimited oder den Premium Account entscheiden. Der Premium Account hebt sich durch zusätzliche Features wie Spotify auf dem Handy und den sogenannten Offline Modus für Playlisten ab. Diese Playlisten kann man sogar mit Freunden teilen und jeder der Freunde, mit denen man sich die Playliste teilt, kann Lieder hinzufügen oder entfernen, bis sie eben perfekt ist.

Spotify versteht sich aber als mehr als die reine Organisation von Musik. Es gliedert sich nahtlos in soziale Netzwerke wie Facebook ein. Man hat ganz einfach die Möglichkeit, Musik und Playlisten mit anderen Nutzern und mit seinen Freunden zu teilen. Man kann zeigen, welche Songs einem gefallen und gegebenenfalls auch, welche neuen Künstler man für sich entdeckt hat. Um möglichst vielen Usern die Nutzung von Spotify zu ermöglichen, gibt es den Spotify Client sowohl für Windows, als auch für Mac.

Das Suchen von Musik kann über verschiedene Wege erfolgen. Einerseits gibt es natürlich ein Suchfenster, in das man den Künstler oder den Titel eingeben kann. Möchte man sich aber einfach einmal inspirieren lassen, kann man beispielsweise auch auf Toplisten gehen. Dort entdeckt man unter Umständen Titel und Künstler, die man sonst nie gefunden hätte. Ebenso inspirierend sind die empfohlenen Titel. Dabei wird davon ausgegangen, dass bestimmte Menschen einen ähnlichen Musikgeschmack haben könnten. Interessiert sich jemand für einen Künstler und auch für einen anderen, ist es sehr wahrscheinlich, dass sich ein anderer Mensch, der sich für einen der beiden Künstler interessiert, auch für den anderen Künstler interessiert. Das Artist Radio verfolgt einen ähnlichen Ansatz. Es verfolgt das Prinzip „Gib mir mehr davon“ – es wird eine bestimmte Art von Musik als Playliste zur Verfügung gestellt, bei der davon ausgegangen wird, dass sie den Geschmack des Hörers bedient.

spotify-interface

Mehr als nur Musik

Spotify bietet aber viel mehr als nur das Suchen von Musik. Als zusätzliche Information werden Biographien von Künstlern veröffentlicht. So kann man sich zusätzliches Know How über einen Künstler aneignen.

Auch das Kaufen von Musik ist möglich. Tatsächlich versteht sich Spotify unter anderem als „Versuchen, bevor man kauft“ Konzept. Man kann dabei den einzelnen Titel oder das gesamte Album kaufen. Gezahlt wird per Karte. Danach lassen sich die gekauften Titel genauso in Playlisten organisieren wie alle anderen gehörten Titel. Nach erfolgreicher Zahlung kann man den Titel lokal downloaden. Das Ganze funktioniert nicht nur einmal, sondern, abhängig vom Label, drei- bis fünfmal.

Spotify auf dem Handy wird dem Nutzer ebenfalls leicht gemacht. Dafür gibt es eine spezielle Unterseite, auf der man sein Handy eingeben kann. Natürlich kann man auch einfach sein Betriebssystem auswählen. Man gibt seine Handynummer ein oder man wählt die speziell für Handy kreierte Seite an und lädt sich die App herunter. Auch diese App verfügt über die volle Funktionalität des Spotify Clients.

Spotify ohne Facebook?

Entgegen vielerlei Gerüchte lässt sich Spotify in Deutschland leider nicht ohne Facebook nutzen. Um ein Spotify Account anzulegen musst Du Dein Konto mit Facebook verknüpfen. Das heißt ohne Facebook kein Spotify.

Welche Länder sind dabei?

Derzeit ist Spotify in folgenden Ländern erhältlich: Deutschland, Finnland, Frankreich, Norwegen, Niederlande, Spanien, Schweden, England und USA. Selbstverständlich ist Spotify bemüht, weitere Länder zu erschließen. Allerdings darf sich natürlich auch Spotify nicht über lizenzrechtliche Bestimmungen hinwegsetzen. Solange die Verhandlungen mit den Labels über entsprechende Lizenzen nicht abgeschlossen sind, ist es im entsprechenden Land auch noch nicht verfügbar.

Wem ist Spotify ähnlich?

Spotify erinnert in der Funktionsweise an das Konkurrenzprodukt iTunes, das von Apple an den Markt gebracht wurde. Allerdings werden die Features ein wenig unterschiedlich verknüpft und auch die optische Gestaltung ist verschieden. Auch YouTube hat sein Äußeres inzwischen angepasst und bietet das Verknüpfen mit anderen Nutzern, das Teilen von Titeln und das Organisieren bevorzugter Musik in Playlisten. Allerdings gibt es so etwas wie den YouTube Player oder sogar Offlinemodule nicht.

Kann man in Deutschland damit rechnen?

Spotify ist im März 2012 offiziell in Deutschland gestartet und komplett verfügbar.

Gibt es eine deutsche Alternative?

Die Deutschen nutzen vorwiegend iTunes, um ihre Musik zu verwalten. Die beste deutsche Alternative zu Spotify ist simfy. Auf dem aufsteigenden Ast sind Rdio, Rara und zeeZee.